51. Newsletter

Liebe Radfreunde und -freundinnen,

tja, war leider nix letzten Donnerstag: pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt, als wir uns zum Radentscheid Bayern treffen wollten, verhinderte ein heftiges Gewitter mit Sturm und Wolkenbruch Euer Kommen. Dafür habe ich vollstes Verständnis.

Deshalb bin ich für eine Wiederholung, nach Möglichkeit ohne Gewitter. Das wäre also dann wieder Donnerstag, der 07.07.22 um 20.00 Uhr in der Vetternwirtschaft, Oberaustraße 2 in Rosenheim.  Trotzdem bitte ich alle, die helfen wollen, die Unterschriftslisten unters Volk zu bringen, sich bei mir bis Mittwoch anzumelden über info@radentscheid.de.

Ergänzend sei noch darauf hingewiesen, dass wir ja gemeindeweise sammeln müssen. Die Listen werden nicht zentral, sondern in jeder einzelnen Gemeinde abgegeben und geprüft. Adressen aus anderen Gemeinden werden nicht mitgezählt und sind damit verloren. Ich bin nur Verteiler für das Stadtgebiet von Rosenheim (man kann die Listen auch bei mir im Büro abholen: Chiemseestraße 47).

Die Listen für die Landkreis-Gemeinden werden über das Büro der GRÜNEN in der Papinstraße organisiert. Dort kann man sich über Verteilerstellen in den Landkreis-Gemeinden informieren. In Rosenheim gibt es noch vier „Verteiler“-Stellen von denen man sich Listen holen kann (und wo man auch unterschreiben kann) : 
Büro der GRÜNEN, Papinstr. 1, 83022 Rosenheim, Öffnungszeiten, Mo 8 – 12 Uhr, Di 9-14 Uhr, Do 8 – 12 Uhr, Freitag  14 – 19 Uhr),
SPD-Büro, Färberstr 23, Rosenheim, Öffnungszeiten Mo – Do: 9 – 12.30 Uhr,
Bund Naturschutz Büro, Steinböckstr. 7, Rosenheim, Öffnungszeiten: Di: 9-12 Uhr, Do. 14-18 Uhr
Büro der Linken, Steinbökstr., Öffnungszeiten unregelmäßig

Und hier kann man sich noch Quick Infos für Sammelnde runterladen: https://radentscheid-bayern.de/wp-content/uploads/2022/06/Quick_Infos_Sammelnde_Version1.pdf

Grüße von Armin Stiegler

Radentscheid Rosenheim

48. Newsletter Radentscheid

Liebe Radfreunde und -freundinnen,

Der Radentscheid Bayern nimmt nun Fahrt auf. Wer sich über die Hintergründe näher informieren möchte, schaue bitte auf die Seite https://radentscheid-bayern.de/.

Inzwischen liegen die Unterschriftenlisten bereit und es ist nun an uns allen, diese an verschiedenen Sammelstellen in der Stadt auszulegen, bzw. aktiv Unterschriften zu sammeln oder dafür zu werben. Für die Stadt Rosenheim würden wir wieder einige der bereits bewährten Sammelstellen (v.a. Geschäfte) aktivieren. Auch eigene Infostände zum Sammeln der Unterschriften sind denkbar, auch wenn wir dies vorläufig nicht forcieren müssen. Allerdings wäre es sicher hilfreich, wenn der eine oder die andere von Euch bei Festen, Veranstaltungen, eigenen Vereinen aktiv Unterschriften sammelt. Gesammelt wird sicher bis Oktober. Wichtig ist folgendes:

nur Originallisten verwenden, keine Kopien!
– Listen komplett ausfüllen, mit Straße, PLZ und Ort für jeden einzelnen Eintrag
– Nur Bürger*innen einer Gemeinde auf eine Liste. Ggf. neue Liste für andere Gemeinde beginnen.

Ich schlage vor, dass wir uns bereits kommenden Donnerstag, den 23.06.22, um 19.00 Uhr in der Vetternwirtschaft treffen, um Aufgaben und Unterschriftslisten zu verteilen. Wer interessiert ist, aber zu diesem Zeitpunkt nicht kommen kann, möge sich bei mir melden: armin@LA-Stiegler.de.

Bei dieser Gelegenheit könnte sich auch eine Gruppe bilden, die durch geeignete Aktionen das Thema „Radentscheid“ im Bewusstsein der Bevölkerung wach halten bzw. wieder ins Gespräch bringen kann. Steffen Storandt, Dirk Langer und ich sind zu sehr mit der Umsetzung in der konkreten Straßenplanung beschäftigt, als dass wir diese Öffentlichkeitsarbeit leisten könnten. Für den Kontakt und die Koordination mit uns stehen wir aber natürlich zur Verfügung.

In der Hoffnung auf neuen Schwung,

Armin Stiegler

für den Radentscheid Rosenheim

47. Newsletter Radentscheid

Start des Radentscheid Bayern, 02. Juni 2022 in München

Liebe Radfreunde und -freundinnen,

wie Ihr vielleicht schon aus der Presse erfahren habt, wurde heute der Startschuss für einen landesweiten

      Radentscheid Bayern

gegeben. Ziel des Volksbegehrens ist die Einführung eines Radgesetzes in Bayern, das für Landkreise und Kommunen einheitliche Mindeststandards für den Radverkehr definieren soll. Entsprechend dem Verfahren in Bayern müssen nun mindestens 25.000 Unterstützer-Unterschriften gesammelt werden. Wurde diese Hürde genommen und das Volksbegehren durch das Bayerische Innenministerium bzw. den Bayerischen Verfassungsgerichtshof für zulässig erklärt, folgt die 2-wöchige Eintragungsfrist in den Gemeindeverwaltungen. Die Unterschriftensammlung beginnt erst am 16. Juni. Wo in Rosenheim unterschrieben werden kann, steht noch nicht fest. Wir werden darüber informieren.

Alle Infos zum Volksbegehren findet Ihr unter https://radentscheid-bayern.de/.

Wir begrüßen die Einführung eines Radgesetzes in Bayern. Damit kommt das Thema Radverkehr stärker auf die politische Tagesordnung und nimmt beispielsweise auch die staatlichen Bauämter in die Pflicht, die teilweise auch für Straßen in den Kommunen verantwortlich sind (in Rosenheim z.B. derzeit noch die Ortsdurchfahrt der B15). Die Anforderungen des Gesetzentwurfs sind eher allgemein gehalten und enthalten wenig konkrete Handlungsgebote. Die meisten der bislang elf kommunalen Radentscheide in Bayern haben weitreichendere und verbindlichere Ziele, wie wir auch in Rosenheim. Deshalb wollen wir in Rosenheim natürlich weiterhin unseren Radentscheid umsetzen, so wie er beschlossen ist. Trotzdem ist der Volksentscheid ein wichtiger Schritt, der Unterstützung verdient, und den Weg in eine fahrradreundliche Verkehrsordnung befördern kann.

Etwa drei Jahre ist es nun her, dass wir die Initiative Radentscheid Rosenheim gestartet haben. Seit gut zwei Jahren sind unsere Ziele vom Stadtrat übernommen und beschlossen worden. Freilich brachte die Folgezeit so manche Ernüchterung, in erster Linie hinsichtlich der Zeiträume für eine Umsetzung. Mit einer Zwischenbilanz haben wir uns deshalb bisher zurückgehalten. Jetzt wurden wir aufgefordert, doch einmal über Erfolge und Mißerfolge in der Öffentlichkeit zu berichten. Dem wollen wir uns stellen am kommenden Mittwoch, den 8. Juni um 19.00 Uhr in der Vetternwirtschaft. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Noch ein Aufruf in Sachen Fahrrad:

Die Fahrradwerkstatt in der Lessingstraße sucht freiwillige Helfer zum Flicken von gebrauchten Schläuchen und anderen Dingen rund ums Fahrrad. Wer Lust hat, sich praktisch einzubringen, egal ob einmalig oder öfters, möge sich bei Peter Wiser melden (peter.wiser@gmx.net), oder einfach dazukommen, jeden Mittwoch zwischen 17.00 und 19.00 Uhr, gegenüber dem Bürgerhaus (Lessingstraße 77).

Herzliche Grüße,

Armin Stiegler

für den Radentscheid Rosenheim

46. Newsletter Radentscheid

Liebe Radfreunde und -freundinnen,

am kommenden Samstag, den 14. Mai, ist der Radentscheid auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim im Rahmen des „Umwelttags“ mit einem Infostand vertreten. Die jüngste Ausarbeitung eines Konzepts für Fahrradstraßen in Rosenheim kann dabei eingesehen werden. Was ist eine Fahrradstraße? Wo wären sie denkbar? Die Idee dahinter ist, die Hauptverkehrsstraßen durch ein Netz von Fahrrad-Hauptrouten zu ergänzen, auf denen zügig und bequem alle wichtigen Ziele der Stadt erreicht werden können. Vielleicht gelingt uns auf diesem Gebiet ein schnellerer Fortschritt als beim Ausbau der Radverkehrsanlagen an den Hauptverkehrsstraßen.

Es wäre hilfreich, wenn einige von Euch bei der Diskussion und Argumentation am Stand mithelfen könnten. Es geht sicher nicht nur um Fahrradstraßen. Präsenz ist von 10.00 bis 16.00 Uhr. Bitte meldet Euch bei mir, damit wir die zeitliche Abfolge vorab koordinieren können.

Unser langer Anlauf, die Innsbrucker Straße kurzfristig mit einem sehr maßvollen Ausbau für den Radverkehr aufzuwerten, scheint gescheitert. Am Mittwoch hat der Verkehrsausschuss unseren Vorschlag mit 6 : 5 Stimmen abgelehnt und den Vorschlag der Verwaltung für einen 4-spurigen Ausbau gebilligt. Er soll nun bereits in 2024 realisiert werden, was uns eher unwahrscheinlich vorkommt, und hat den großen Pferdefuß, dass der Radverkehr auf der Mangfallbrücke weiterhin auf den schmalen Rad-/Fußweg gedrängt wird. Das größte Nadelöhr wird damit wohl noch viele Jahre bestehen bleiben. Dass für diesen Ausbau der gesamte Baumbestand gegenüber der Astrid-Lindgren-Grundschule gerodet werden muss, ist ein weiterer Wermutstropfen. Eine von der Verwaltung einseitig dargestellte Verkehrssimulation schürte die Angst vor langen Staus für den Kfz-Verkehr.

Kommenden Dienstag, den 10. Mai, findet endlich die Erstbereisung der AGFK statt, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen. Damit soll der Zustand der Rad-Infrastruktur und die Ausbauziele für Rosenheim festgestellt werden, um später die Fortschritte und ggf. eine Auszeichnung erzielen zu können. Damit wird also auch von außen ein gewisser Erfolgsdruck aufgebaut, der hoffentlich seine Wirkung hat.

Mit viel Mühe ließ sich das Tiefbauamt überzeugen, dass in der südlichen Kufsteiner Straße in einigen der prekären Bereichen mit wenig Aufwand Radfahrstreifen eingerichtet werden können. Nachdem der Verkehrsausschuss im Herbst zugestimmt hat, soll die Ausführung in diesem Frühjahr kommen. Bis jetzt konnte man uns noch keinen konkreten Termin nennen. Wir müssen uns weiter in Geduld üben.

Jetzt noch ein wichtiger Aufruf. Wir Vertreter des Radentscheids (Dirk Langer, Steffen Storandt und ich) sind laufend und intensiv mit den jeweils anstehenden Straßenbauvorhaben beschäftigt und bringen uns im Fahrradbeirat und bei den Parteien ein. Dies bindet so viel Zeit, dass wir uns um Publicity nicht kümmern können. Es wäre gut, wenn sich ein weiterer Zirkel von einigen Interessierten finden würde, der das Thema „Verbesserungen für den Radverkehr“ in der Öffentlichkeit präsent halten könnte, und sich dazu einigermaßen regelmäßig trifft. Verschiedenste Aktionen und Beiträge sind denkbar. Wer sich eine Mitwirkung vorstellen kann, möge sich bei mir melden bzw. kommenden Samstag auf dem Max-Josefs-Platz dazukommen.

Übrigens: Der schreckliche Krieg in der Ukraine ist ein Grund mehr, das Auto stehen zu lassen und sich auf den Sattel zu schwingen.

Alles Gute,

Armin Stiegler

für den Radentscheid Rosenheim

45. Newsletter Radentscheid

Liebe Radfreund*innen,

pardon, wenn ich schon wieder schreibe. Aber unsere interne Diskussion hat uns zu dem Schluss geführt, dass wir auch die Versammlung vor dem Rathaus am kommenden Dienstag, den 7.12. absagen müssen. So was kommt zur Zeit gar nicht gut an, und schließlich ist es ja auch richtig, dass wir uns möglichst nicht zahlreich treffen sollten. Geben wir der Kritik keine Chance, und ebenso wenig dem Virus!

In der Hoffnung auf bessere Zeiten,

Armin Stiegler
für den Radentscheid Rosenheim

44. Newsletter

Liebe Radfreund*innen,

die critical mass morgen, am 04.12.21, ist nun doch wegen der Pandemie abgesagt, weil wir uns nicht angreifbar machen wollten.

Trotzdem wäre es gut, wenn viele von Euch kommenden Dienstag, den 7.12. umd 16.45 Uhr vor dem Rathaus mit Abstand einfinden könnten, um die Unterstützung für die Belange der Radfahrenden zu demonstrieren. Allerdings werden die Themen Äußere Münchener Straße und Innsbrucker Straße noch nicht zur Entscheidung anstehen. Diese wurden auf die Februar-Sitzung des Verkehrsausschusses verschoben. Die jetzt anstehenden Themen können eingesehen werden unter https://www.rosenheim-allris.sitzung-online.de/allrisbi/to010?SILFDNR=1000939

Dennoch möchte ich auf unser kurzes Filmchen zur Innsbrucker Straße hinweisen (dauert nur 1 Minute):

https://www.instagram.com/tv/CWqI3EDPTPl/
Zwei Fortschritte sind seit dem letzten Newsletter zu verzeichnen:

In der Kaiserstraße stadtauswärts wurde ein Schutzstreifen statt Längsparkern eingerichtet, freilich nicht auf der ganzen Länge, da der Straßenquerschnitt nicht mehr hergibt.

In der Klepperstraße vor dem Bahnhof gilt nun Tempo 30. Muss nur noch beachtet werden.

Viele Grüße von
Armin Stiegler
für den Radentscheid Rosenheim

43. Newsletter

Liebe Radfreund*innen,

leider bleibt es dabei: die Umsetzung des Radentscheids kommt nur sehr schleppend voran. Daher suchen wir nun wieder Unterstützung von Euch und von möglichst vielen weiteren Kräften.

Die Erfolge seit dem letzten Newsletter im August sind schnell aufgezählt:

• In der Gießereistraße wurde stadtauswärts endlich eine kombinierte Bus-/Radspur eingerichtet. Wir hatten dies schon von 1,5 Jahren gefordert, seit Oktober 2020 war es vom Verkehrsausschuss beschlossen. Zusätzlich haben wir uns dafür eingesetzt, den Schutzstreifen in Gegenrichtung auf 1,85 m zu verbreitern, wie im Radentscheid vorgesehen. Das wäre durch Ummarkierung leicht möglich, wird aber von der Verwaltung mit dünnen Argumenten abgelehnt.
• Die Kastenauer Straße zwischen Ortsschild und der Moosbachstraße hat nun eine Tempobeschränkung erfahren: zwar nur 50 statt der geforderten 30 km/h, aber immerhin. Auch hier war es ein langer Anlauf, beschlossen wurde es im Februar 21
Paul Bickelbacher von stadt+plan hat im Oktober im Verkehrsausschuss eine umfangreiche Liste mit Maßnahmen zur Umsetzung des Radentscheids vorgelegt, insgesamt für 236 Straßenabschnitte. Die Verwaltung soll nun bis März die Vorschläge überprüfen und einen Umsetzungsplan für die nächsten Jahre aufstellen. Beschlüsse dazu sind im Anschluss wohl wieder nur häppchenweise und nicht als Gesamtpaket zu erwarten.

Die Liste der unerledigten Verbesserungen und der von uns im Fahrradbeirat angetriebenen Maßnahmen ist viel länger (dabei spreche ich nicht von den 236 Straßenabschnitten):

Kaiserstraße stadtauswärts – Schutzstreifen anstelle von Längsparkern: beschlossen im Oktober 2020, auf Nachfrage angekündigt für August 21.
• Seestraße – Ausweisung als Fahrradstraße mit Tempo 30
Klepperstraße beim Bahnhof – Tempo 30 beschlossen im Februar 21 –
• Errichtung von weiteren überdachten Fahrradstellplätzen an der Klepperstraße beim Bahnhof, beschlossen im Oktober 2020, Umsetzung geplant in 2022
Kufsteiner Straße südlich der Mangfall – kurzfristige Verbesserungen: zwei der drei Vorschläge aus einer gemeinsamen Begehung (vereinbart im Herbst 2020 / durchgeführt im Februar 21) wurden jetzt im Oktober 21 beschlossen (Realisierung laut Beschluss „ab Frühjahr 2022“):
-Anlage eines Radfahrstreifens stadteinwärts ab der Leitzachstraße bis zur nördlichen Ausfahrt des Biomarkts. Hier drängen wir noch auf eine Ausführung in Radentscheid-konformer Breite von mindestens 2,25 m statt der von der Stadt geplanten 1,85 m.
-Verlängerung des Radfahrstreifens stadtauswärts südlich der Wallbergstraße bis Alpenweg. Hier ist aus Platzgründen nur eine Breite von 1,85 m möglich. Es handelt sich um eine vorübergehende Maßnahme bis zum endgültigen Umbau der Kufsteiner Straße
 Eine weitere dringend nötige Verbesserung für Radfahrer durch Anlage von Radfahrstreifen im Bereich des Knotens Happinger Straße wurde abgelehnt. Laut einer Verkehrssimulation, würde es dadurch zu Rückstauungen bis in die Panoramakreuzung kommen. Offenbar hat man bei der Verwaltung noch nicht bemerkt, dass es bereits heute fast täglich zu Staus kommt. Dabei hat nach der Straßenverkehrsordnung „die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer Vorrang vor der Flüssigkeit des Verkehrs“. Mit „Verkehr“ ist natürlich der motorisierte gemeint.
Am Nörreut: bauliche Sicherung für Radfahrer in der Kurve (gegen die Einbahnstraße)
Innsbrucker Straße: Zur Verbesserung der Sicherheit von Rad- und Fußverkehr, insbesondere wegen den unhaltbaren Zuständen vor der Grundschule, haben wir detaillierte Vorschläge entwickelt und diese der Verwaltung, dem OB und den Fraktionen im Juli vorgestellt  (80 % könnten durch ein Bundesprogramm gefördert werden), bisher ohne Zustimmung.
Äußere Münchener Straße: Radfahrstreifen zwischen Brückenberg und Am Gries anstelle der schmalen PKW-Spuren würden kaum Kosten verursachen und wären außerhalb der Knoten Enzenspergerstraße und Am Gries  sofort umsetzbar (gerne auch testweise als Pop-up-Streifen).
• Die Verbreiterung und Erneuerung des Geh-/Radwegs entlang der St2095 zwischen Eschenweg und Innsbrucker Straße wurde für 2021 angekündigt. Das wird wohl nicht mehr klappen.
Wir wissen nicht, ob die Verwaltung wirklich so überlastet ist, wie uns immer dargestellt wird, oder ob politisch einfach kein Wille zur Veränderung besteht. Wir kommen jedenfalls zu dem Schluss: Der allgemeine Druck muss erhöht werden.

Anfang November hätte die Erstbereisung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) stattfinden sollen. Gegenüber der AGFK hat sich die Stadt verpflichtet, signifikante Fortschritte in den nächsten 4 Jahren zu erreichen. Wir hatten nun 1,5 Jahre auf diesen Termin gewartet, und jetzt hat ihn die Stadt unter fadenscheiniger Argumentation kurzfristig abgesagt. Ein neuer Termin ist sicher nicht vor April möglich.

Auf Anregung der GRÜNEN und der SPD im November 2019 sollte eine Verkehrsuntersuchung für die Innenstadt ausgelobt werden, um fahrrad- und fußgängerfreundliche Verkehrskonzepte zu finden. Ein im Mai 2020 angekündigter Ideenwettbewerb dazu wurde jetzt wieder einkassiert mit der Argument, dass das zu teuer sei. Jetzt wurde ein Büro direkt mit einer viel enger umrissenen Studie beauftragt.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass keine Veränderungen erwünscht sind. „Verkehrswende“ ist ein Fremdwort. Das müssen wir ändern.

Die Maßnahmen zur Innsbrucker und Äußeren Münchner Straße sind Themen der nächsten Verkehrsausschusssitzung am Dienstag, den 07.12.21 um 17.00 Uhr. Auch hier werden Ergebnisse von Verkehrssimulationen vorgestellt und danach Beschlüsse gefasst. Damit das in die richtige Richtung läuft, brauchen wir Eure Unterstützung:

Kommt möglichst zahlreich zum Besuch der Sitzung am 7. Dezember um 17.00 Uhr. Vor der Sitzung findet eine „Spontanaktion“ vor dem Rathaus statt. Wir müssen deutlich machen, dass wir viele sind, und die 6.500 Unterzeichner des Radentscheids vertreten. Bitte mit Maske und Abstand.

Schreibt Leserbriefe an das OVB zu konkreten Situationen, wo Ihr Euch Verbesserungen wünscht, möglichst noch im November. Möglicherweise werden hier in den nächsten Tagen auch noch Berichte zur Verkehrssituation veröffentlicht.

Schreibt Briefe an den Oberbürgermeister Herrn Andreas März. Benennt konkrete Missstände und untermauert das mit persönlichen Erfahrungen. Das kann z.B. die abgelehnten Radfahrstreifen in der Kufsteiner Straße Süd betreffen.

Wer seinem Ärger Ausdruck verleihen möchte, kann dies auch bei einer Critical Mass tun, die am Samstag, den 4.12.21 um 11.55 Uhr am Ludwigsplatz startet.
Gerne nehmen wir auch weitere Anregungen von Euch auf. Wir wollen, dass die Verantwortlichen der Stadt das Thema endlich entschlossen anpacken. Natürlich wissen wir, dass alle Veränderungen Zeit brauchen und finanziert werden müssen. Daran haben wir uns schon fast gewöhnt. Aber im bisherigen Tempo erleben wir das nicht mehr! Es geht um die Verkehrswende, um Klimaschutz, um Gesundheit und um eine lebenswerte Stadt!

Weitere Informationen:

Wie es gehen kann, ist in der empfehlenswerten Dokumentation „Der Fahrrad-Boom – mobil auf zwei Rädern?“ zu sehen, die kürzlich auf 3Sat gesendet wurde. In der Mediathek ist diese noch abrufbar:

https://www.3sat.de/wissen/wissen-aktuell/wissen-aktuell-der-fahrrad-boom-mobil-auf-zwei-raedern-100.html

Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Petition gestartet zu Tempolimits 120/80/30. Es wird auch die Einführung von Tempo 30 in Städten gefordert. Das würde uns helfen. Wer unterzeichnen möchte:

https://www.duh.de/tempolimit-jetzt/

Viele Grüße von
Armin Stiegler
für den Radentscheid Rosenheim

40. Newsletter Radentscheid

Groningen

Liebe Fahrradfreundinnen und -freunde,

oben ein Link zum Fahrradparadies Groningen, obwohl ich nicht recht weiß, ob das motivierend oder demotivierend ist. Warum geht das bei uns nicht?

Unsere Freude über den ersten Pop-up-Radweg in Rosenheim Ende Mai hielt nicht lange, wie Ihr wisst. Ein paar Tage nach Einrichtung erfuhren wir von der Presse, dass unser Oberbürgermeister den Abbruch des Verkehrsversuches angeordnet hat. Wir haben die Lage gleichentags noch zwischen 16.00 und 17.30 Uhr begutachtet und festgestellt, dass es keine außergewöhnlichen Staus gab, wohl aber einige ungeduldige Auto- und Busfahrer, die den Radfahrstreifen regelwidrig befahren haben. Die Folge war natürlich eine Verunsicherung und Gefährdung der Radfahrenden. Unser sofortiger Brief an den OB, mittels Aufstellung von Sicherheitsbaken das Befahren durch Kfz zu verhindern, zeigte keine Wirkung. Zu bemängeln ist natürlich auch, dass die Maßnahme weder angekündigt, noch gut beschildert war.

Eigentlich wollten wir einen Pop-up-Radweg in der Innsbrucker Straße, womit wir allerdings im Verkehrsausschuss gescheitert sind. So nahmen wir wenigstens den Vorschlag der Verwaltung, es in der Brianconstraße zu versuchen, gerne an. Leider haben wir dabei zu wenig bedacht, dass die vorhandenen Rad- und Fußwege in diesem Abschnitt zwar nicht ausreichend breit sind, aber im Verhältnis zu vielen anderen Strecken in der Stadt relativ gut dimensioniert sind.

Auch bei anderen geplanten und sogar beschlossenen Maßnahmen geht es kaum voran. Die Beschilderung der Kastenauer Straße zwischen Ortsschild und Moosbachstraße mit Tempo 50 ist immer noch nicht umgesetzt, vielleicht dann bis zur nächsten Badesaison. Die Klepperstraße soll im Bereich des Bahnhof-Zugangs auf Tempo 30 beschildert werden, leider immer noch Fehlanzeige. Die Umwidmung von Längsparkern in der Gießereistraße zu einer gemeinsamen Bus-/Radspur stockt, der versprochene Schutzstreifen in der Kaiserstraße soll jetzt „demnächst“ kommen.

Offenbar ist es wirklich so, dass unser Tiefbauamt deutlich unterbesetzt ist, und der Baubetriebshof sich schwer tut, selbst einfachste Maßnahmen in seinen Routineplan einzufügen.

Mit Spannung erwarten wir die umfangreichen Vorschläge von stadt+plan / Paul Bickelbacher zur Umsetzung des Radentscheids, welche nun Ende Oktober offiziell vorgestellt werden sollen. Sie sollen eine Richtschnur sein, nach welcher die Radverkehrsanlagen Stück für Stück auf Vordermann gebracht werden sollen. Offensichtlich kommt man langsam zu der Erkenntnis, dass jetzt bald Substantielles geschehen muss, denn es wird überlegt, jedes Jahr ein Budget dafür bereitzustellen.

Unser zweites Treffen mit den Spitzen der Stadtratsfraktionen verlief kürzlich äußerst positiv. Man hat sich gemeinsam dafür ausgesprochen, die Innsbrucker Straße umzubauen, um Radfahrstreifen auf der Fahrbahn zu ermöglichen. Anstelle von 4 zu schmalen Kfz-Spuren soll es dann abschnittsweise nur noch zwei ordentlich breite Spuren geben. Wenn man damit in das neue Bundes-Förderprogramm kommt, muss die Maßnahme bis Ende 2023 abgeschlossen sein und wird mit 80 % gefördert. Allerdings sind da vorher noch ein paar Hürden zu nehmen.

Und jetzt wollen wir endlich auch den Stammtisch wieder aufleben lassen. Alle Interessierten sind eingeladen, am Donnerstag, den 19. August um 19.00 Uhr in die Vetternwirtschaft, Oberaustraße 2, zu kommen. Wir können uns entspannt austauschen und eine Kleinigkeit konsumieren.

Auf zwei offene Stellen möchte ich noch hinweisen: Wie Ihr sicher gehört habt, hat Eva-Maria Mayr ihr Ehrenamt als Fahrradbeauftragte aufgegeben. Die Stelle soll neu ausgeschrieben werden. Wer sich berufen fühlt, eine moderierende und für das Fahrrad werbende Funktion auszuüben, kann sich bei uns oder bei der Stadt melden. Auch der ADFC ist auf der Suche nach einem/einer neuen Vorsitzenden: http://www.adfc-rosenheim.de.

Eine schöne Ferienzeit wünscht

Armin Stiegler

für den Radentscheid Rosenheim

39. Newsletter Radentscheid

Liebe Fahrradfreundinnen und -freunde,

hier seht Ihr den ersten Pop-up-Radweg Rosenheims! Diese Woche wurde er als „Verkehrsversuch“ abmarkiert. Sicher noch nicht ganz perfekt; dennoch ist es eine Wohltat, auf dem breiten Streifen zu radeln. Für diesen Sommer bleibt das so, alles weitere muss man sehen. Die Ausbau-Planung für diesen Abschnitt und für die Kufsteiner Straße laufen ja gerade. Wir sind gespannt auf den Entwurf, wo wir uns sicher wieder einbringen werden.

Die Weiterführung Richtung Bahnhof (Gießereistraße) müsste ebenfalls in Kürze eine Verbesserung erfahren: die Längsparker entfallen und es gibt eine gemeinsame Bus-Fahrradspur stadtauswärts. Damit wäre das Ärgernis des plötzlich endenden Radwegs beseitigt. Das soll dann so bleiben.

Auf der Moosbachstraße wurde Tempo 30 beschildert. Wenn die Beschilderung jetzt noch deutlicher ausfällt, und die Kastenauer- und Innaustraße mit Tempo 50 belegt werden, kommen wir zur hoffentlich bald beginnenden Badesaison deutlich sicherer ans Ziel. Tempo 30 auf allen Straßen konnten wir bisher noch nicht erreichen.

Der Bereich Brückenberg/Beginn Hubertusstraße erfährt ja heuer einen großen Umbau. Leider mussten wir erkennen, dass die Standards des Radentscheids und die einschlägigen Regelwerke nicht beachtet wurden. Nachdem wir erst sehr spät von dem Bauvorhaben erfahren haben, haben wir über die Parteien Einfluss genommen und eine erste Überarbeitung erreicht, leider immer noch mangelhaft. Weitere Einzelgespräche mit den Grünen, der SPD, den Freien Wählern und der CSU bringen nun nochmals Bewegung. Es sieht jetzt relativ gut aus, aber entschieden ist es noch nicht.

Überhaupt zeigt sich, dass wir bei Einzelgesprächen mit den Parteien überall auf großes Verständnis, sogar Zustimmung stoßen, wenn wir unsere Ideen ausführlich vortragen können. Bisher wurde die Diskussion im Fahrradbeirat mit der Verwaltung geführt. In den entscheidenden Sitzungen des Verkehrs-ausschusses, wo wir kein Rederecht haben, erfuhren wir so manche Schlappe. Künftig wollen wir die Parteien früher informieren und einbinden, auch wenn das noch mehr Arbeit mit sich bringt.

Glücklicherweise sinken die Inzidenzwerte jetzt endlich, so dass wir uns sicher bald mal wieder im Biergarten treffen können.

Einen schönen Sommer und anregende Radelausflüge wünscht

Armin Stiegler

für den Radentscheid Rosenheim

37. Newsletter Radentscheid

Liebe Fahrrad-Fans,

ein Jahr ist es nun her, dass der Stadtrat von Rosenheim die Ziele des Radentscheids übernommen hat. Wenn man sich anschaut, was seitdem den Weg in die Umsetzung gefunden hat, so ist das recht dürftig. Freilich braucht alles seine Zeit, seinen Planungsvorlauf und seine Finanzierung, und manches ist auf den Weg gebracht. Bei vielen Dingen jedoch stockt die Planung, da man sich im Stadtrat mehrheitlich immer noch schwer tut, Einschränkungen für den Kfz-Verkehr hinzunehmen.

Wir haben uns deshalb entschlossen, eine kleine Zwischenbilanz in Form eines offenen Briefes an den Oberbürgermeister Andreas März zu schreiben und ihn aufzufordern, sich stärker für unsere Belange einzusetzen. Wir hoffen auf ein baldiges Treffen, um mit ihm ins Gespräch zu kommen:

https://www.radentscheid-rosenheim.de/wp-content/uploads/2021/03/210317-Brief-an-OB.pdf

Was ist sonst so gelaufen in letzter Zeit?

Anstelle eines Pop-up-Radweges auf der Äußeren Münchener Straße stadtauswärts zwischen Brückenweg und Am Gries wird nun immerhin eine Verkehrssimulation beauftragt, um zu prüfen, ob hier eine dreisstreifige Verkehrsführung für Pkws ausreichen könnte. Die Mehrheit der CSU war vehement dagegen. Ihr Eilantrag kurz vor der Sitzung mit Vorschlag einer Alternativroute (umwegig und schwer realisierbar) konnte nicht überzeugen.

Bei einem Ortstermin im südlichen Bereich der Kufsteiner Straße am 24. Februar konnten wir erfreulicherweise an mehreren Stellen Erfolge erzielen, so dass allein durch Markierungsarbeiten noch in diesem Jahr eine wesentliche Entschärfung der Gefährlichkeit für Radfahrende erreicht werden kann. Wir hoffen auf eine baldige Umsetzung.

Die Umwandlung der Schutzstreifen in breite Radfahrstreifen an der verkehrsreichen Hubertusstraße wurde nun beschlossen. Allerdings müssen wir da noch zwei Jahre warten, da man den Anliegern Zeit lassen möchte, Ersatzparkplätze für entfallende Längsparker zu schaffen.

Endlich wird nun auch ein externes Büro beauftragt, um einen Maßnahmenplan für die ganze Stadt mit Kosten und Zeitplan der Realisierung zu erarbeiten. Die Ergebnisse sollen jetzt im Juni vorgelegt werden. Ursprünglich wollte man diesen Plan letzten September vorlegen, bis man im Tiefbauamt gemerkt hat, dass dazu die Kapazität nicht ausreicht.

Die Diskussion im letzten Verkehrsausschuss zum Thema Happinger Seen verlief recht kontrovers. Zum einen möchte man zwar die Moosbachstraße zur Fahrradstraße herabstufen – ohne Durchfahrmöglichkeit für Pkws –, zum anderen soll die Happinger-Au-Straße mit einem Gehweg „ausgebaut“ werden. Welchen Sinn diese Maßnahme hat, erschließt sich uns nicht, da man ja erklärtermaßen den Durchgangsverkehr (Schleichweg) eindämmen will. Immerhin sollen die Stellplätze am Happinger-Au-See bewirtschaftet werden, um einen Anreiz für mehr Fahrrad-Anfahrten zu schaffen.

Unbefriedigend ist auch die Vorgehensweise mit den Maßnahmen, welche dieses Jahr zur Ausführung kommen: der Ausbau der Mangfallstraße, des Übergangs vom Brückenberg zu Hubertus- und Wittelsbacherstraße und der Ausbau der Samerstraße. Erst kürzlich hatten wir die Pläne nach mehrmaliger Nachfrage bekommen. Nun stellen wir fest, dass die Vorgaben des Radentscheids nicht berücksichtigt wurden. Die Möglichkeit, hier noch einwirken zu können, scheinen eng begrenzt.

Das Gesamtbild ist also recht durchwachsen, und von einem großen Durchbruch sind wir noch weit entfernt. Trotzdem lohnt sich das Engagement auf alle Fälle. Es bleibt spannend und wir bleiben dran!

Armin Stiegler

für den Radentscheid Rosenheim